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Schmöker für Kinder und Jugendliche

Autor
Martin, Peer

Hope

Untertitel
Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. Ab 16 Jahre
Beschreibung

Mathis Martin ist 19, Kanadier, und mit seiner Freundin Florence in Johannesburg, der größten Stadt Südafrikas. Mathis möchte Reporter werden und einen Flüchtling finden, mit dem er die gefährliche Reise in die USA antreten kann. Aus seiner Sicht die perfekte erste Story. Tatsächlich trifft er Hope, einen jungen Somali, den er auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika begleitet. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Schaffen es die beiden bis in die USA, oder werden sie vorher von Hopes Verfolgern aufgehalten? Eine spannende Jagd durch die verschiedensten Länder der Welt beginnt…
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Dressler Verlag, 2019
Format
Gebunden
Seiten
544 Seiten
ISBN/EAN
978-3-7915-0139-0
Preis
20,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Peer Anders Martin wurde 1968 in Hannover geboren. Schon als Jugendlicher interessierte er sich neben Basketball, Eckkneipen und Schwarzweißfilmen für das Schreiben, kam allerdings über merkwürdige Kurzgeschichten nie hinaus. Nach einem Sozialpädagogikstudium in Berlin arbeitete er mehrere Jahre mit Jugendlichen in Berlin, Brandenburg und Vorpommern, zuletzt auf der Insel Rügen. Diese Erfahrungen und die Erzählungen eines syrischen Freundes brachten ihn schließlich dazu, seinen ersten Roman niederzuschreiben. Seit kurzem lebt er mit seiner Frau, drei Kindern und Lola in Quebec und konzentriert sich ganz auf seine Geschichten (und natürlich seine Kinder).

Zum Buch:

Mathis Martin ist 19, Kanadier, und mit seiner Freundin Florence in Johannesburg, der größten Stadt Südafrikas. Mathis möchte Reporter werden und einen Flüchtling finden, mit dem er die gefährliche Reise in die USA antreten kann. Aus seiner Sicht die perfekte erste Story. Ganz anders als Florence hält er von einem ruhigen Leben mit Familie und einem Haus noch nicht viel. Sie hätte wirklich gern eine Familie, der sie Liebe und Geborgenheit schenken könnte, und ist eigentlich nur nach Johannesburg mitgekommen, weil sie hoffte, ihren Freund noch umstimmen zu können. Doch der ist wie besessen von seiner Idee.

Während er nach einem Reisepartner sucht, dokumentiert er seine Eindrücke von Johannesburg mit der Kamera. Die Zeit vergeht, ohne dass Mathis jemanden findet. Florence beginnt sich schon Hoffnungen zu machen, als Mathis vom Nachtwächter seines Hotels doch noch einen Tipp bekommt. Schon eine halbe Stunde später betritt er einen Laden, dessen Besitzer ihm vielleicht weiterhelfen kann. Gerade, als er ein Gespräch mit ihm beginnt, zerspringt plötzlich die Schaufensterscheibe, und vermummte Gestalten stürmen den Laden. Sie zerstören alles, doch Mathis kann sich glücklicherweise in einen Haufen zermatschter Tomaten und zersplitterter Holzbretter retten. Trotz Todesangst zückt er seine Kamera und dokumentiert das Geschehen aus seinem Versteck. Er wird entdeckt! Und die vermummten Männer zünden kurzentschlossen den ganzen Laden an. Als Mathis wieder zu sich kommt, sieht er in das Gesicht eines etwa achtjährigen Jungen. Er heißt Hope und schlägt Mathis schon nach einem kurzen Gespräch vor, gemeinsam in die USA zu reisen, weil ihn dort seine Eltern erwarteten. Zuerst nimmt Mathis ihn nicht ernst, doch als sie sich das nächste Mal sehen, hat er seine Meinung geändert. Das ist genau die Geschichte, nach der er gesucht hatte! Er möchte Hopes Geschichte dokumentieren und besorgt ihnen beide gefälschte Papiere. Florence hat ihn längst für verrückt erklärt, mit einem Kind so eine Reise anzutreten, und reist ohne ihren Freund ab. Was Mathis nicht weiß, ist, dass Hope Feinde hat, Leute die ihn jagen und töten wollen. Schaffen es die beiden bis in die USA, oder werden sie vorher von Hopes Verfolgern aufgehalten? Eine spannende Jagd durch die verschiedensten Länder der Welt beginnt…

Das Buch ist unglaublich spannend. Zum einen begleitet man Mathis und Hope bei ihrer Reise durch verschiedene Länder und lernt sowohl die Geschichten der Leute kennen, die die beiden treffen, als auch die Geschichte von Hope. Wirklich toll fand ich, dass immer wieder Seiten mit Fakten zu den Gebieten eingeschoben werden, in denen sich die beiden jeweils befinden. Das macht es möglich, sich Gegenden vorzustellen, in denen man noch nie war. Außerdem mochte ich, wie zwei so unterschiedliche Personen sich so gut verstehen und zusammenarbeiten können. Hope ist ein wirklich gelungenes Buch, das sich neben der eigentlichen Geschichte auch noch mit relevanten Problemen wie Flucht und Klimawandel befasst. Von mir eine klare Leseempfehlung!

Vicco Siebicke, 16