Kinder und Jugendbücher

Drucken

Buchempfehlungen Kinder und Jugendbücher

Autor
Escoffier, Michaël

Ein Mammut im Kühlschrank

Untertitel
Illustrationen von Matthieu Maudet. Ab 4 Jahren
Beschreibung

Kaum zu glauben, da hockt doch tatsächlich ein riesiges, pelziges Mammut im Kühlschrank von Lukas Eltern! Wie ist das da bloß hineingekommen? Und woher stammt es überhaupt? Vielleicht sollte mal jemand Lukas kleinere Schwester Lena fragen, die scheint da etwas verheimlicht zu haben. Ein sehr witziges Buch und obendrein ein vergnüglicher Zeitvertreib.

Verlag
Boje Verlag, 2012
Format
Gebunden
Seiten
40 Seiten
ISBN/EAN
978-3-414-82318-2
Preis
12,99 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Michaël Escoffier wurde 1970 in Frankreich geboren. Schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Lyon.

Zum Buch:

Lukas sitzt gerade mit den Eltern und seiner kleinen Schwester Lena am Tisch. Es gibt Pommes. Lukas will mal kurz die Flasche mit dem Ketchup aus dem Kühlschrank holen, doch in dem Moment, als er die Tür öffnet, erwartet ihn eine ziemliche Überraschung, den da steckt doch wahrhaftig ein riesiges, pelziges Mammut im Kühlschrank! »Liebling, ruf die Feuerwehr!«, ruft der Vater von Lukas aufgeregt. Und die kommt dann auch ziemlich rasch mit einem großen Netz vorbei, doch gelingt es dem flinken Mammut, ihnen zu entwischen. Es flitzt durch die halbe Stadt, alle ihm hinterher, und schafft es auf einen Baum hinauf, wo es erst einmal sicher ist, denn die Feuerwehrmänner haben ihre Leiter vergessen. Man entscheidet sich also, erst einmal abzuwarten, und so gehen alle wieder nach Hause. Am Abend jedoch kehrt die kleine Lena zurück zu dem Baum, auf dem das Mammut friedlich vor sich hin schlummert. Sie hat ein paar Karotten dabei, mit dem sie das Mammut anlocken kann. Denn Mammuts, zumindest dieses hier, lieben Karotten. Woher Lena das weiß? Das erklärt sich von selbst, wenn man die letzte Seite aufgeschlagen hat. Denn da liegt das Mammut wieder neben Lenas Bett auf dem Teppich und guckt ganz traurig, denn Lena schimpft ein bisschen: »Ich warne dich: Das war das letzte Mal, dass ich dich gerettet habe! Mit deinen Streichen wirst du uns eines Tages alle noch verraten, Dummerchen …«
Mit »uns« meint Lena übrigens noch den Dinosaurier, das Rieserfaultier und das Einhorn, die in stiller Eintracht in ihrem Schlafzimmer wohnen.

Diese nette, kleine Geschichte hat mir sehr gut gefallen, weil sie einfach und witzig erzählt und gezeichnet ist, und außerdem finde ich die Idee, die hinter all dem steckt – wenn man zum Schluss dann Lenas Zimmer sieht, mit all den eigentlich ausgestorbenen Tieren – ziemlich klasse und höchst amüsant. Am liebsten würde man wissen wollen, wie die Geschichte weiter geht, aber das steht wohl auf einem anderen Blatt.

Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln