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Autor
Martín Alcoff, Linda

Kultureller Rassismus und die Krise der weißen Identität

Untertitel
Ein dekolonialer Weg. Aus dem Englischen von Christine Pries
Beschreibung

Die renommierte amerikanische Philosophin Linda Martín Alcoff widmet sich in ihrem auf den Frankfurter Adorno-Vorlesungen beruhenden Buch der Genealogie des Rassismus in der Moderne sowie seinen Erscheinungsformen in der Gegenwart. Dreh- und Angelpunkt ihrer tiefgründigen Analyse ist der Kolonialismus, von dem aus sie die komplexe Beziehung zwischen rassifizierten Identitäten, Geschichte und Kultur denkt.

Alcoff unterstreicht die historische Bedingtheit jedweder Subjektivierungsform und nimmt den »kulturellen Rassismus« ins Visier, nicht zuletzt, um der Vorstellung den Boden zu entziehen, es könne so etwas wie kulturelle Vorherrschaft geben. Letztere ist ein Mythos der weißen Identität, deren aktuelle Krise die rechten Bewegungen in Europa und Nordamerika anheizt, welche in Migrantinnen und Migranten die Ursache für fast alle sozialen Probleme sehen. Sie verstärkt aber auch den Trend zum Ethno-Nationalismus in Teilen des globalen Südens. Der erste Schritt, um dem entgegenzutreten und den Rassismus effektiv zu bekämpfen, besteht nach Alcoff darin, sich der Wahrheit der Geschichte zu stellen. Ein Buch auf der Höhe der Zeit.
(Verlagstext)

Verlag
Suhrkamp Verlag, 2025
Format
Gebunden
Seiten
378 Seiten
ISBN/EAN
978-3-518-58832-1
Preis
32,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Linda Martín Alcoff, geboren 1955 in Panama, ist Professorin für Philosophie am Hunter College und am Graduate Center der City University of New York. Sie war Präsidentin der American Philosophical Association (Eastern Division), Mitglied des Programmbeirats der New York Society for Women in Philosophy und ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie regelmäßig in The Guardian und The New York Times. Alcoff ist vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit den Frantz-Fanon-Preis.